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Dachpotentiale

Auf Ihren Dächern schlummern ungeahnte Möglichkeiten. Solar- oder Gründach, ein Kataster gibt erste Auskunft über Möglichkeiten zur Realisierung auf Sankt Augustiner Dächer.

KlimaSIEDLUNG PLUS

Die EVG fördert die Erstellung von zwei energetischen Quartierssanierungskonzepten in Sankt Augustin. Als Energieversorgungsunternehmen Vor-Ort engagiert sich die EVG für eine nachhaltige Stadtentwicklung und fördert damit auch den Umwelt-und Klimaschutz. Für ein lebenswertes Sankt Augustin heute und in Zukunft.

Bürgerenergie Rhein-Sieg

Bürgerenergie Rhein-Sieg eG und EVG planen gemeinsame Projekte in Sankt Augustin. Sie können sich ebenfalls beteiligen.

Stadt Sankt Augustin

Hier geht es zum Internetangebot der Stadt Sankt Augustin.

Gewusst?

Energiewende, erneuerbare Energien, Photovoltaik. Diese und weitere Begriffe hören und lesen Sie derzeit häufig. Was sich dahinter verbirgt, können Sie hier kurz und knapp nachlesen.

B

Biogas
Biogas ist ein brennbares Gas, das durch Vergärung von nachwachsender Biomasse jeder Art entsteht. Es wird in Biogasanlagen hergestellt, in denen sowohl Abfälle als auch nachwachsende Rohstoffe vergoren werden. Das Gas kann zur Erzeugung von elektrischer Energie, zum Betrieb von Fahrzeugen oder zur Einspeisung in ein Gasversorgungsnetz eingesetzt werden. Für die Verwertung von Biogas ist der Methananteil am wichtigsten, da seine Verbrennung Energie freisetzt. Auch das Erdgas das heute verbraucht wird hat sich aus organischen Materialien gebildet. Dies ist allerdings bereits vor vielen Millionen Jahren passiert.

Biomasse/ Bioenergie
Im Zusammenhang mit Erneuerbaren Energien werden alle organischen Stoffe pflanzlichen oder tierischen Ursprungs, die als Energieträger genutzt werden, als Biomasse bezeichnet. Die daraus gewonnene Energie bezeichnet man dann als Bioenergie. Das können beispielsweise Stroh, Gräser, Getreidepflanzen und zucker- oder ölhaltigen Pflanzen aber auch Holzhackschnitzel aus Kronenholz und Baumschnitt oder Essensreste von Großküchen und abgelaufene Lebensmittel vom Groß- und Einzelhandel sein.

E

Strom tanken SWB

Elektromobilität
Vor dem Hintergrund steigender Ölpreise, der politischen Beschlüsse zum Umwelt- und Klimaschutz und im Hinblick auf die anstehende Transformation des Energiesystems hin zu erneuerbaren Energien ergeben sich vielfältige Impulse für die Entwicklung einer nachhaltigen Mobilität und den Einsatz von Elektromobilität. Hier bietet insbesondere der Einsatz von Elektroautos zahlreiche Chancen.

Energie
Energie ist die Fähigkeit eines Systems, Arbeit zu verrichten. Gemessen wird Energie in der Einheit Joule (J) als Produkt von Zeit und Leistung. Ein Joule entspricht einer Wattsekunde (WS). Primärenergien kommen in der Natur direkt vor, wie Stein- und Braunkohle, Erdöl oder Erdgas. Daneben liefert die Natur erneuerbare Energiequellen. In den meisten Fällen wird Primärenergie in Kraftwerken, Raffinerien etc. in Sekundärenergie umgewandelt (Strom, Fernwärme, Heizöl oder Benzin). Die Energie am Ort des Verbrauchs ist die Endenergie, die in Nutzenergie umgewandelt wird, zum Beispiel in Heiz- und Prozesswärme, Licht sowie mechanische Energie (Bewegungs- oder kinetische Energie).

Energieträger
Energieträger sind Stoffe, deren Energiegehalt für Energieumwandlungsprozesse nutzbar sind. Primärenergieträger kommen in der Natur direkt vor, wie die fossilen Energieträger Stein- und Braunkohle, Erdöl oder Erdgas. Energieträger unterscheiden sich in ihrer Energiedichte, Transport- und Lagerfähigkeit sowie im Aufwand und Wirkungsgrad ihrer Nutzung.

Energiearten und Energieumwandlungen
Energieumwandlung ist die Überführung einer Energieart in eine andere. Energie existiert in der Natur in verschiedenen Formen, als Wärmeenergie, Bewegungsenergie, potenzielle Energie (Lageenergie), kinetische Energie (Bewegungsenergie), Lichtenergie, elektrische Energie, chemische Energie. Energie ist immer an Materie (einen Stoff) gebunden. Beispielsweise wird Elektrische Energie von Elektronen oder Ionen transportiert.
Wird mit Hilfe von Energie eine Arbeit verrichtet, wandelt sich immer die zugeführte Energie in eine andere Energieform um. Es gilt allgemein, dass Energie nicht vernichtet und nicht neu geschaffen werden kann. Man kann Energie nur in eine andere Energieform umwandeln. Dabei entstehen aber immer Verluste. Nur ein Teil wird in eine neue, nutzbare Energieform, ein anderer Teil in eine nicht oder nur schwer nutzbare Energieform umgewandelt. So wird zum Antrieb eines Autos die chemische Energie des Treibstoffes eingesetzt, bei einem Wasserkraftwerk die Energie des gestauten Wassers, bei einem Windkraftwerk die Bewegungsenergie der Luft und zum Erwärmen einer Kochplatte Elektrische Energie. Zum Beispiel setzt ein Automotor die zugeführte chemische Energie nicht nur in nutzbare Bewegungsenergie, sondern zu einem Teil auch in Wärmeenergie um, die dann dann beispielsweise zur Erwärmung des Innenraumes genutzt wird oder verloren geht.

Erneuerbare Energien
Erneuerbare Energien stammen aus Energiequellen, die unendlich lange zur Verfügung stehen. Sie werden auch regenerative oder alternative Energien genannt. Diese Energiequellen (Sonnenlicht, Wind, Wasserkraft, Biomasse, Geothermie) sind nach menschlichem Ermessen unerschöpflich.

Energiewende
Als Energiewende wird die Entwicklung zu einer nachhaltigeren Energieversorgung mit Strom, Wärme und Mobilität durch Erneuerbare Energien bezeichnet. Die Diskussion um eine Energiewende reicht weit in das vergangene Jahrhundert zurück und führte in Deutschland zum Beschluss des Atomausstiegs, der Laufzeitbegrenzung für Atomkraftwerke. Mit der Nuklearkatastrophe von Fukushima und dem danach beschlossenen Atomausstieg bis 2022 befürworten alle bedeutenden deutschen Parteien die Energiewende. Damit verbunden ist ein Ende der Stromerzeugung durch Kernkraftwerke, die Förderung Erneuerbarer Energien und eine zunehmende Abkehr von der Nutzung fossiler Energieträger.

EEG
EEG ist die Abkürzung für „Erneuerbares Energien Gesetz“. Dieses Bundesgesetz regelt unter anderem, dass die Produzenten von Strom aus erneuerbaren Energien (Sonne, Wind, Wasser, Biomasse) einen gesetzlich festgelegten Vergütungssatz für jede in das Stromnetz eingespeiste Kilowattstunde Strom erhalten. 

F

Fernwärme
Unter Fernwärme versteht man die Wohnungs- und Gebäudebeheizung für ganze Siedlungen oder Stadtteile über ein zentrales Fernwärmenetz mittels Dampf. Die Wärme wird in einem zentralen Heizwerk erzeugt und über ein Warmwasser- oder Dampfrohrsystem an die Kunden verteilt.

G

Geothermie
Bei der Geothermie wird die im Erdinneren entstehende und gespeicherte Wärmeenergie als Energiequelle genutzt. Anlagen zur Nutzung der Erdwärme lohnen sich vor allem in Gegenden mit besonders günstigen geologischen Voraussetzungen. Bei den geothermischen Vorkommen in Deutschland handelt es sich um Thermalwasser mit Temperaturen zwischen 40 und 100 Grad Celsius, das aus tiefen Erdschichten (1.000 bis 1.500 Meter) entnommen wird. Grundsätzlich kann das heiße Wasser zu Heizzwecken, je nach Wasserqualität auch direkt für Bäder und Gewächshäuser genutzt werden. Der Wasserdampf kann bei ausreichend hohen Temperaturen auch zur Stromerzeugung eingesetzt werden.

H

Heizkraftwerke
Heizkraftwerke erzeugen Wärme und Strom in einem gemeinsamen Prozess (Kraft-Wärme-Kopplung). Als Energieträger dienen Erdgas, Biomasse, Müll oder Kohle. Beim Vergleich mit der separaten Erzeugung von Strom und Wärme verbrauchen Heizkraftwerke deutlich weniger Brennstoff für die gleiche Wärme- und Strommenge. Daraus ergibt sich eine deutliche Energieeinsparung und geringerer Schadstoffausstoß

K

Kraftwerk
Kraftwerke sind Anlagen zur Stromerzeugung. Mit Hilfe von Generatoren wird mechanische Energie in elektrische Energie verwandelt, die in der Regel in das Stromnetz eingespeist wird.

Kraft-Wärme-Kopplung
Bei der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) werden Elektrische Energie und Wärme in einem gemeinsamen Prozess erzeugt. Mit ihr wird beispielsweise in einem Blockheizkraftwerk ein höherer thermischer Wirkungsgrad erreicht, als bei der ausschließlichen Stromerzeugung. Somit liegt der Nutzungsgrad deutlich höher.

N

Netz
Als Netz bezeichnet man in der Energieversorgung das Transport- und Verteilnetz für Strom, Gas oder Fernwärme. Nach den Vorschriften des Energiewirtschaftsgesetzes müssen Strom- und Erdgasnetze in Deutschland allen Energielieferanten diskriminierungsfrei für die Durchleitung von Strom und Gas zum Endkunden zur Verfügung gestellt werden.

Netzgebiet
Die Netze für Strom- und Erdgas sind in Netzgebiete unterteilt. Für den Betrieb und Unterhaltung der Netze ist im jeweiligen Netzgebiet der Netzbetreiber verantwortlich.

P

Kath. Grundschule Hangelar mit PV-Anlage der EVG

Photovoltaik
Photovoltaik (PV) bezeichnet die Umwandlung von Sonnenstrahlen in elektrische Energie durch Solarzellen. Durch absorbiertes Licht wird in diesen Solarzellen, die zumeist aus dem Halbleitermaterial Silizium bestehen, eine elektrische Spannung erzeugt. Es gibt unterschiedliche Arten Photovoltaik-Anlagen zu installieren. PV-Freiflächenanlagen sind zum Beispiel ebenerdig auf einer freien Fläche aufgestellt. PV-Gebäudeanlagen sind in der Regel auf dem Dach oder an der Fassade eines Gebäudes installiert.

Primärenergie
Primärenergie ist die Energie, die in der Natur vorkommt und noch keiner Umwandlung unterworfen ist. Hierzu zählen fossile Energieträger wie: Stein- und Braunkohle, Erdöl und Erdgas und erneuerbare Energien (Sonnenenergie, Windkraft, Wasserkraft, Erdwärme und Gezeitenenergie).

R

Repowering
Beim Repowering werden Windenergieanlagen älterer Generationen durch moderne Turbinen ersetzt. Dies bietet Vorteile. So kann durch effizientere Nutzung der Standorte eine deutliche Erhöhung des Stromertrags erreicht werden.

S

Solaranlage der EVG auf der Aula der Realschule Niederpleis

Solaranlagen
Solaranlagen sind Einrichtungen, die die Sonnenstrahlung nutzen. Man unterscheidet folgende Systeme: Solarkollektoren, die das Sonnenlicht für die Produktion von Wärme nutzen - zum Beispiel für die Warmwasserversorgung von Haushalten. Dagegen wandeln Solarzellen das Sonnenlicht in Strom um (Photovoltaik).

Solarthermie
Bei der Solarthermie wird die Sonnenenergie mit Hilfe von Solarkollektoren direkt in nutzbare Wärme umgewandelt. Eingesetzt wird sie zur Brauchwassererwärmung und Unterstützung der Gebäudeheizung.

Smart Grids
Ein Smart Grid (Intelligentes Netz) ist ein Energienetzwerk, das das Verbrauchs- und Einspeiseverhalten aller Marktteilnehmer die mit ihm verbunden sind, integriert. Es sichert ein ökonomisches und effizientes sowie nachhaltiges Versorgungssystem mit niedrigen Verlusten und hoher Verfügbarkeit.

Smart metering
Smart Metering (intelligente Messtechnik) steht für den Einsatz Intelligenter Zähler (Smart Meter) in der Energieverbrauchsmessung. Smart Meter bieten neben dem Messen des Energieverbrauchs zusätzliche Funktionen. Sie können neben den verbrauchten Mengen auch die Verbrauchszeiträume messen, speichern und diese Daten an Kunden oder Dritte kommunizieren. Smart Meter sind ein Bestandteil eines Smart Grid, eines intelligenten Energienetzes.

Stand-by-Modus
Stand-by-Betrieb dient der Bequemlichkeit der Nutzer elektrischer Geräte, verbraucht aber dauerhaft Energie. In dieser „Bereitschaftsschaltung“ können beispielsweise Fernseher mit der Fernbedienung zu jeder Zeit angeschaltet werden. Bei längeren Pausen sollten elektrische/elektronische Geräte (z. B. Fernsehgeräte, DVD-Rekorder, PC, Drucker) immer ganz ausgeschaltet werden. Denn: Die Bereitschaftsschaltung (Stand-by) erhöht nicht nur die Gefahr eines Gerätebrandes, sondern auch unnötig den Energieverbrauch.

W

Windeignungsgebiete
Grundsätzlich sind Windenergieanlagen außerhalb von geschlossenen Ortschaften im Baurecht privilegiert. Sie können überall dort errichtet werden, wo die Vorschriften des Baurechts (zum Beispiel Abstandsregelungen) eingehalten werden. Durch das Instrument der "Windvorrangflächen" hat der Gesetzgeber den Kommunen die Möglichkeit gegeben, die Windenergie auf bestimmte Gebiete zu konzentrieren. Wenn Städte und Gemeinden solche Flächen festlegen, fällt die Privilegierung der Windenergie weg. Allerdings darf es sich bei der Ausweisung nicht um eine sogenannte "Verhinderungsplanung" handeln. 

Windkraftanlagen
Windkraftanlagen (WKA), Windenergieanlagen (WEA) und Windenergiekonverter (WEK) sind Anlagen zur Umwandlung von Windenergie in Elektrische Energie.

Wirkungsgrad
Wirkungsgrad bezeichnet das Verhältnis von abgegebener und aufgenommener Leistung bei Energieumwandlungen. Anlagen, die gleichzeitig Strom und Wärme erzeugen (z. B. Blockheizkraftwerke) erreichen einen besonders hohen Wirkungsgrad.